UNSERE GOLDESEL

Unsere Esel heißen Easy, Poldi, Cindy, Justus und Fridolin.

Manche Leute meinen, dass Esel einfach so etwas wie kleine Pferde mit langen Ohren sind. Dabei gibt es viele Unterschiede zwischen den beiden. In Stresssituationen neigen Pferde zur Flucht, Esel bleiben jedoch oft wie angewurzelt stehen. Wenn man sie dann anschreit oder schlägt, verstärkt sich diese Starre noch. Das brachte dem Esel den Ruf ein, stur zu sein.

Esel wurden viel früher als Pferde domestiziert und waren das erste dem Menschen zur Verfügung stehende Lasttier. Nach Europa kamen sie vor etwa 3000 Jahren.

Es gibt viele Märchen und Geschichten, in den Esel vorkommen. Kleopatra badete gern in Eselsmilch. Dass Esel auch klug sein können, beweist das Märchen der Bremer Stadtmusikanten. In Jesus' Leben spielen Esel eine tragende Rolle. Und bis vor dem Krieg waren viele Briefträger in England mit dem Esel unterwegs.

Esel leben länger als Pferde, sie können 40 Jahre alt werden. Außerdem sind sie auch länger trächtig als Pferde, nämlich bis zu 14 Monate (Pferd: 330 Tage)! Eselfohlen wiegen nur 10 kg, sie sind gleich nach der Geburt lebhaft, verspielt und sehr gesellig. Der für uns Menschen traurig wirkende Blick hat nichts mit ihrem Gemütszustand zu tun. Esel sind fröhliche Tiere.

Esel sind sehr wasserscheu und weigern sich beharrlich, auch kleinste Wasserläufe zu durchwaten, denn ein Esel kann durch die spiegelnde Wasseroberfläche nicht erkennen, wie tief der Bach ist und das bereitet ihm Stress. Daher baute man ihnen kleine Brücken, die sogenannten „Eselsbrücken“. Die sprichwörtliche Eselsbrücke ist somit ein Umweg oder besonderer Aufwand, der dennoch schneller – oder überhaupt erst – zum Ziel führt.

Wohin uns Easy und ihre Freunde auf unseren gemeinsamen Spaziergängen führen, ist jedes Mal eine Überraschung!

Herbst 2014

Esel als Persönlichkeitstrainer

Esel haben ein ausgesprochen ruhiges und in sich ruhendes Wesen, was die meisten von ihnen sehr menschenfreundlich macht. Physisch und psychisch sind sie ausdauernd und geduldig. Sie sind bereit, Lektionen unzählige Male zu wiederholen.

In der Arbeit mit ihnen braucht man Ausdauer. Esel sind hervorragend für das Willenstraining geeignet, denn sie wissen, was sie wollen.

Ihr Verhalten ist zielgerichtet. Sie überdenken, was sie wollen und setzen es dann um. Sie sind weder stur noch störrisch, sondern überlegen genau, welche die optimale Handlungsweise in einer gefährlichen Situation ist. Sie können auch einen Kanaldeckel als gefährlich ansehen, deshalb ist es wichtig Esel gut zu habituieren.

Esel können als Denksportler und Profis beim Ausbrechen bezeichnet werden. Mit Humor stellen sie immer wieder etwas an, doch ihr Charme bewahrt sie davor, dass man ihnen wirklich böse ist.

Esel zeichnen sich durch eine enorme Trittsicherheit aus.

Wenn ihr euch auf ein Eseltrekking einlasst, lehrt euch das einiges an methodischer Kompetenz, denn es beinhaltet die unterschiedlichsten Tätigkeiten.

Esel sind große Lehrmeister in Konsequenz und Disziplin - wer einen Esel während eines Spaziergangs ein einziges Mal fressen lässt, wird sich schwer tun ihn später zu überzeugen, dies zu unterlassen. Esel sind so bestens geeignet, euch Konsequenz, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und Ordnung beizubringen.

Merkt euch aber: Esel lassen sich zu nichts zwingen, man muss sie motivieren können!

 

In letzter Zeit ist die Arbeit mit Krafttieren "in" geworden. Auch Esel haben eine Botschaft für uns:

"Ich stehe für Eigenwilligkeit und Feinfühligkeit. Ich zeige dir deine widerspenstigen Seiten und lehre dich, dass manche Wege anders verlaufen als geplant! Ich schenke dir die Fähigkeit, dich selbst zu erkennen, aus deinen Fehlern zu lernen und über dich zu lachen!"